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Lärmschutz


Mit "Noise pollution" wird im Englischen die Belastung der Bevölkerung durch Lärm bezeichnet. Dieser Begriff trifft die Sache im Kern, denn in den letzten Jahren rückt der Lärm als störender Umwelteinfluß immer stärker in das Bewußtsein der Bevölkerung. Auf ungestörtes und ruhiges Wohnen wird ein immer größerer Wert gelegt. Ruhiges und naturgerechtes Wohnen ist ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität.

Die Erhaltung der Lebensqualität, ohne Nachteile für den industriellen, verkehrsbedingten oder sportlichen Bereich, ist ein wichtiges Ziel bei der Planung von Gebäuden.

Die Bürgerbeschwerden sind äußerst vielfältig und reichen von Klagen über Nachbarschaftslärm bis hin zum Straßenverkehrslärm. 70 % der Deutschen fühlen sich vom Straßenverkehr belästigt. An zweiter Stelle folgt der Lärm von Sport- und Freizeitanlagen, danach kommt der Industrielärm.

Die Politik hat mit der Verabschiedung diverser Gesetze, Verordnungen und Richtlinien, z.B. Novellierung der TA Lärm, § 47a BImSchG (Lärmminderungspläne), Verkehrswege-Schallschutzmaßnahmenverordnung (24. BImSchV), DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau), um nur einige zu nennen, diesem Rechnung getragen, um aktive Lärmbekämpfung bei der Planung realisieren zu können.

Die Vorgaben an die Planung sind jedoch unterschiedlich. Es wird immer noch zwischen verschiedenen Lärmarten, wie Industrie-, Verkehrs-, und Sport- und Freizeitlärm mit den entsprechenden gesetzlichen Regelungen und Grenzwerten, unterschieden. Eine sogenannte kumulative Betrachtung wird nicht durchgeführt. Das hat zur Folge, daß z. B für Industrie- und Sportgeräusche der Richtwert 0,5 m vor geöffnetem Fenster gilt und somit die bauliche Ausführung des Gebäudes selbst nicht berücksichtigt wird, während beim Verkehrslärm Möglichkeiten des passiven (baulichen) Schallschutzes bestehen. Sind passive Schallschutzmaßnahmen an einem Gebäude erforderlich, so werden in aller Regel Schallschutzfenster eingebaut.
In der Verkehrswege-Schallschutzmaßnahmenverordnung heißt es: " ...Schallschutzmaßnahmen sind bauliche Verbesserungen an Umfassungsbauteilen schutzbedürftiger Räume. ... insbesondere Fenster, Türen, Rollladenkästen..."

Ziel von passiven Schallschutzmaßnahmen ist es, den Innenpegel in Wohnräumen so weit zu reduzieren, daß ein ungestörter Aufenthalt möglich ist. Psychische Reaktionen (Lästigkeit von Geräuschen) treten bereits oberhalb von 30 dB(A) auf, vegetative Reaktionen wie Erhöhung der Herzfrequenz bzw. Erhöhung des Blutdruckes entstehen bei Schallpegeln oberhalb 65 dB(A). Auch die sprachliche Kommunikation ist bei 65 dB(A) schwierig. Insbesondere an lauten Straßen oder in der Nähe von Industriegebieten mit Schallpegeln von 70 dB(A) müssen die Bauteile ein Schalldämmmaß von ca. 45 dB erreichen, um ein ungestörtes Wohnen zu ermöglichen.

Die Anforderungen an Fenster sind besonders hoch. Auf der einen Seite müssen diese Bauteile einen ausreichenden Schall-, Klima- und Sonnenschutz gewährleisten, also vor negativen Umwelteinflüssen schützen, andererseits stellen Fenster die notwendige und wichtige Verbindung des Menschen zur Außenwelt dar. Zum Beispiel kann ein Fenster mit hohem Schalldämmmaß zu einem Gefühl der Isolation führen, wenn überhaupt keine Geräusche von der Außenwelt wahrgenommen werden bzw. die innerhalb eines Gebäudes auftretenden Geräusche dann deutlicher hervortreten und stören.


Grundlagen
Zur Berechnung des Schalldämmmaßes von Bauteilen ist es wichtig, zuerst den maßgeblichen Außenlärm zu kennen. Je nach Richtlinie wird der mittlere Maximalpegel oder der Mittelungspegel der Rechnung zugrunde gelegt. Weiterhin ist auch das Spektrum des Außengeräusches zu beachten, welches bei der Ermittlung der Schalldämmmaße von Bauteilen zukünftig zu berücksichtigen ist (Spektrum-Anpassungswert bei der Ermittlung von Einzahlangaben).

Einen Überblick über die erforderlichen Schalldämmwerte von Fenstern in Abhängigkeit von der Raumfunktion bei unterschiedlichen Lärmaußenpegeln gibt die nachfolgende Tabelle:

In Dorf- oder Mischgebieten genügt für ein Fenster eines Schlafraumes ein Schalldämmwert von 33 dB (Schallschutzklasse 2), während in der Nähe von stark befahrenen Durchgangsstraßen ein Schalldämmwert von 47 dB erforderlich ist.

Hier handelt es sich selbstverständlich um Zirka-Angaben. Die genaue Berechnung des Fensters ist abhängig von dem Verhältnis Außenfläche/Fenster und der Schalldämmung der übrigen Außenbauteile (Dach, Wand). Vorgaben für die Berechnung von passiven Schallschutzmaßnahmen sind z.B in der DIN 4109, in der VDI 2719, in der bahninternen Richtlinie Akustik 23 oder in der 24. BImSchV zu finden.


Schallschutzklassen
In Deutschland wird die Schalldämmung von Fenstern in Schallschutzklassen unterteilt. Die Zuordnung von Schallschutzklassen zum bewerteten Schalldämmmaß und Ausführungsbeispiele für die Verglasung zeigt die nachfolgende Tabelle:

Zur Berechnung des erforderlichen Schalldämmmaßes von Fenstern ist auch das entsprechende Regelwerk zu beachten. Je nach Anwendung kommt es bei gleichen Immissionsverhältnissen zu deutlichen Unterschieden. Anhand einer stark befahrenen Ortsdurchfahrt wurde die Bemessung des Fensters bei verschiedenen Regelwerken ermittelt (Quelle Bayerisches Landesamt für Umweltschutz). In der Grafik ist die notwendige Schallschutzklasse der Fenster für einen Schlafraum für unterschiedliche Abstände (unterschiedliche Mittelungspegel) des Immissionsortes von der Straßenmitte dargestellt.

Die höchsten Schallschutzklassen werden nach der DIN 4109 erzielt [Innenpegel 25 dB(A)]. Nach Berechnungen der 24. BImSchV liegen die Schallschutzklassen teilweise um 2 Klassen niedriger, da der anzunehmende Innenpegel (oberer Anhaltswert) bei 30 dB(A) liegt.



Elementsysteme
Unsere Welt ist laut geworden. Lärm ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Nicht nur für den, der nahe an einem Flughafen, einer Eisenbahnlinie oder Hauptverkehrsstraße wohnt. Fenster, die noch vor Jahrzehnten ausreichend Schutz boten, gefährden heute unsere Gesundheit, weil sie den Lärm nicht stoppen.


Auf Dauer dicht
Entscheidend für gute Dämmwerte ist die Dichtheit der verwendeten Öffnungsarten.

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