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Vögel gegen Glas

Vogeltod an grossen Fensterflächen

Sie kennen das? Vögel fliegen in Glasflächen und fallen eventuell gleich Tod zu Boden? Was kann man jedoch dagegen tun? Vorallem bei einigen Wintergärten mit grossen Glasflächen kann dies zu einem Problem werden.

Bis zu einer Milliarde toter Vögel

Es gibt viele menschengemachte Objekte im Luftraum, die einem fliegenden Vogel den Weg verstellen können: Leitungen von Hoch- und Mittelspannungstrassen, Seile, Zäune, Drähte, Windkraftanlagen, Masten. Doch alle diese Objekte sind mehr oder weniger gut sichtbar und nicht so gefährlich. Glas allein ist unsichtbar. Und so ist der Tod eines Vogels an einer Glasscheibe umso furchtbarer und plötzlicher für das gefiederte Lebewesen. Das beginnt bei einem kleinen Fenster und endet bei riesigen Hochhäusern mit verglasten Fronten. Allein für die Vereinigten Staaten von Amerika liegt die aus Hochrechnungen ermittelte Zahl toter Vögel an Glasscheiben jährlich zwischen einhundert Millionen und einer MilliardeGlas ist nicht nur unsichtbares Hindernis, es reflektiert auch noch. Getönte Fensterscheiben spiegeln einem Vogel Silhouetten von Bäumen und Büschen vor. Ein weiterer Anlass, dass fliegende Vögel in die Falle gehen. Menschen denken sich immer neue gefährliche Hindernisse dieser Art aus. In der Schweiz ist man darauf gekommen, entlang von Autobahnen und Schnellstraßen durchsichtige gläserne Schallschutzwände einzurichten. Auf einer Strecke von 250 Metern im Tessin haben sich innerhalb von vier Jahren allein etwa 700 Vögel an einer solchen Schallschutzwand tot geflogen.


Greifvogel-Silhouetten helfen nicht wirklich

Die Abhilfe ist klar. Keine gläsernen Vogelfallen bauen. Die vorhandenen im schlimmsten Fall abreißen und durch andere ersetzen. Und wenn das nicht geht? Die aufgeklebten Silhouetten von Greifvögeln, die man so oft findet, nützen so gut wie nichts: reiner Aberglaube. Wenn man Glasscheiben ungefährlich machen will, muss man sie flächendeckend mit Mustern versehen, das heißt in ihrer ganzen Fläche für Vögel sichtbar machen.
Die Vogelschützer von der Schweizer Vogelwarte in Sempach haben es ausprobiert. Will man eine Scheibe wirkungsvoll markieren, muss man sie mit kontrastierenden Streifen versehen, die am Besten senkrecht angeordnet sind. Die Streifen, entweder eingefräst, aufgemalt oder aufgeklebt, müssen mindestens zwei Zentimeter breit sein. Der Abstand zwischen zwei solcher Streifen darf zehn Zentimeter nicht überschreiten.

Wer aber bei sich zu Hause den gläsernen Vogeltod vermeiden will, der muss vermeiden, dass das Haus an irgendeiner Stelle "durchsichtig" ist. Fenster- und andere Scheiben kann man von innen mit Gardinen, Jalousien, Rollos, Lamellenvorhängen und Ähnlichem für die Vögel harmlos machen. Dekorationen aller Art an oder auf den Scheiben, auch Glasmalereien und Kinderfarben tun die gleichen Dienste. Auch Fensterputzen ist auf alle Fälle schädlich. Futterhäuschen und Nistkästen dürfen nicht in der Nähe von großen Fenstern oder verglasten Veranden angebracht werden. Wer möchte schon die Vögel, denen er eigentlich helfen will, unversehens in den Tod locken?


Was können Sie tun?

Transparentes Glas und Vogelschutz werden sich nie ganz vereinigen lassen. Dennoch bestehen mehrere Möglichkeiten die Vogelfalle Glas zu vermeiden oder wirkungsvoll zu entschärfen: Bei der Bauplanung bedenken: Bei Neubauten nur soviel Glasflächen wie nötig einplanen! Ist transparentes Glas an besonders exponierten Stellen unbedingt notwendig? Reicht eventuell an Wintergärten eine mobile Scheibe aus? Wo möglich auf spiegelndes, klares Glas verzichten und stattdessen geriffeltes, sandgestrahltes Glas oder Milchglas verwenden. Gefahrenquellen an Lärmschutzwänden, Bushaltestellen-Häuschen, Fahrradunterständen und verglasten Verbindungsgängen erkennen.


Entschärfung von Glasflächenbei einem Wintergarten

Glasflächen lassen sich als Vogelfalle entschärfen, indem sie für Vögel erkennbar gemacht werden, z.B. durch

Greifvogelsilhouetten:

Da sich die Greifvogelumrisse nicht bewegen, erkennen Singvögel darin nicht den Beutegreifer und die tödliche Gefahr. Die Wirkung beruht allein auf der Sichtbarma-chung der Scheibe durch den aufgeklebten Gegenstand. Schwarze Silhouetten sind in der Dämmerung wirkungslos, deshalb wurden gelb-rote Silhouetten entwickelt. Pro Glasfläche sind mehrere Aufkleber notwendig, je dichter umso besser. Wegen möglicher Glasbruchgefahr empfiehlt es sich vor dem Bekleben den Glashersteller zu befragen.


Bandstreifen

Je flächenhafter und auffälliger die Glasflächen bei ihrem Wintergarten markiert werden umso sicherer sind sie. Den derzeit besten Schutzeffekt bieten nach Erkenntnissen der Schweizeri-schen Vogelwarte gelbe 2 Zentimeter breite halbtranspa-rente Streifen (sogenannte birdstripes), die von außen im Abstand von 4 bis 10 Zentimetern senkrecht verlau-fend aufgeklebt werden. Der Lichtverlust beträgt dabei ca. 8 %. Bei dunklem Glas empfehlen sich helle Streifen und umgekehrt. Wegen Glasbruchgefahr vor dem Bekle-ben den Glashersteller befragen.

Bezugsquellen für Silhouetten und Bänder:

- Schreibwarenhandel: Scotch Magic Tape 810 von 3M

- Zoo- und Gartenfachhandel

- Bau- und Heimwerkermärkte


Weitere Möglichkeiten

Um Glasflächen bei Wintergärten für Vögel erkennbar zu machen sind Aufkleber, Kordeln, Bambus-Vorhänge, Gardinen, Wappenscheiben, Kinderbilder, Folienbänder, Lamellen, Dekos, Sprossenfenster, eventuell grobmaschige Netze, Kletterpflanzen innen oder außen.


Vogelfutterhäuschen

Futterhäuschen sollten entweder fern von Glasscheiben oder im Abstand von 30 cm von Glasscheiben aufgestellt werden. Startende Vögel haben dann noch eine so geringe Fluggeschwindigkeit, dass Kollisionen gemildert werden.


Umgang mit Vogelopfern

Nach Kollisionen haben Vögel oft schwere innere Verletzungen, so dass nach einer anfänglichen Erholung der Tod eintritt. Verletzte Vögel zunächst in eine Schachtel (keinen Käfig wegen Verletzungsgefahr!) setzen und nach einer Erholungsphase von der Glasfläche entfernt einen Startversuch unternehmen. Gelingt dieser nicht wenden Sie sich an eine Vogelpflegeeinrichtung oder einen Tierarzt. Allerdings sind die Chancen der Heilung bei den meist schwereren Verletzungen nicht groß.


Sonderfall Spiegelfechter

Wenn andauernd ein Vogel an ihre Scheibe klopft, handelt es sich um einen „Spiegelfechter". Dies sind unsere Siedlungen bewohnende Vogelarten wie Bachstelzen, Buchfinken, Amseln, Elstern oder Krähen, die in ihrem Spiegelbild in Glasscheiben oder Autorückspiegeln einen Konkurrenten erkennen und diesen heftigst attackieren und zu vertreiben versuchen. Das Phänomen tritt meistens in der Brutzeit zwischen März und Juni, bei Rabenvögeln gelegentlich ganzjährig auf. Oft wochenlang „klopfen" die Vögel an die Scheibe, flattern am Glas hoch und verursachen Verschmutzungen oder Bepicken Fugendichtungen und Fensterleisten. Der Spiegelkonkurrent verursacht dem Vogel erheblichen Stress, Verletzungen treten jedoch selten auf. Um Spiegelfechter abzuhalten, kann man die betroffene Scheibe mit Karton, Stoff, Folie, Fliegen- oder Maschengitter abdecken, mit Dekorspray die Spiegelung verhindern oder Rollläden und Gardinen für einige Tage geschlossen halten. Greifvogelsilhouetten scheinen keinen Effekt zu haben. Oft verlagern die Abwehrmaßnahmen das Problem auf an-dere Glasflächen. Allerdings ist mit Abschluss der Brutzeit der Spuk ausgestanden!

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