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Auswirkung auf uns Menschen

Wie wir darunter leiden


Die häufigsten Allergene werden über die Atemluft aufgenommen. In Innenräumen sind es vor allem Tierhaare, Hausstaubmilben und Schimmelpilze. Bei allergisch reagierenden Personen können Sporen und Mycelteile der Schimmelpilze zu Allergien an den Schleimhäuten der Augen und des Atemtraktes wie Rhinitis, Sinusitis, Konjunktivitis, hyperreagibles Bronchialsystem und Asthma bronchiale führen. Asthma ist das Leitsymptom von Schimmelpilzallergien, da Pilzsporen mit einem Durchmesser <10µm direkt in den Bereich der Bronchiolen gelangen. Allergien gegen Pilze in Innenräumen lösen typischerweise ganzjährige Symptome aus.

Wie wir darunter leiden


Etwa 10 % der Personen mit Atemwegserkrankungen und etwa 30 % der Atopiker haben eine Allergie auf Schimmelpilze. Pilzsporenempfidliche Patienten reagieren in der Allergietestung meist auch auf andere Inhalationsallergene (Milben, Tierepithelien) und auf verschiedene Pilzextrakte. Eine alleinige Sensibilisierung gegen eine bestimmte Sporenart ist eher selten.

Seltene Krankheitsbilder sind die allergische bronchopulmonale Aspergillose und die exogen-allergische Alveolitis. In einigen Fällen von chronischem Asthma bronchiale werden die inhalierten Sporen nicht aus den Atemwegen eliminiert, sondern bleiben als Saprophyten in den Bronchien. Die ständige Aussaat von Antigenen und die damit verbundene Immunreaktion führt zum Krankheitsbild der allergischen bronchopulmonalen Aspergillose. Die exogen-allergische Alveolitis, eine Entzündung der Lungenbläschen, setzt eine längerfristige und massive Allergenexposition voraus und ist daher meist beruflich bedingt. Gelegentlich kann aber auch eine unauffällige, konstante Exposition im häuslichen Bereich (z. B. durch feuchte Bodenbeläge und Wände) eine exogen-allergische Alveolitis auslösen.

Einige Schimmelpilze können Gifte (sog. Mycotoxine) bilden und an das Substrat abgeben. Jedes verschimmelte Lebensmittel muß daher als potentiell giftig angesehen werden und sollte keinesfalls verzehrt werden. Mykotoxine finden sich aber auch in den Sporen und Hyphen und können lokal zu Reizungen an den Schleimhäuten der Atemwege führen. Daneben besteht die Möglichkeit, daß inhalierte Mycotoxine nach Übergang in den Blutkreislauf auch toxische Effekte auf verschiedene Organe entfalten können. Über die Wirkungen bei inhalativer Aufnahme liegen jedoch bisher kaum Erkenntnisse vor. Beispiele für innenraumrelevante Mycotoxine sind Trichothecene mit Wirkungen u. a. auf das Immunsystem und Fumigatoxin (von Aspergillus fumigatus) mit toxischen Effekten auf den Atemtrakt. Ein Bestandteil der Pilzmembran - das 1,3-beta-Glucan - hat entzündungsfördernde Eigenschaften.
Schimmelpilze produzieren eine Reihe flüchtiger organischer Verbindungen (MVOC), von denen einige für den typischen "erdigen" bis "muffigen" Schimmelpilzgeruch verantwortlich sind. Es handelt sich um komplexe Mischungen aus Alkoholen, Ketonen, Terpenen und aromatischen Verbindungen, die auch als eine der möglichen Ursachen für unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schleimhautreizungen diskutiert werden.

Bei abwehrgeschwächten Personen können normalerweise harmlose Schimmelpilze durch Besiedelung schwere Infektionen (Mykosen) hervorrufen. Nur sehr wenige Schimmelpilze sind in der Lage, bei Körpertemperatur zu wachsen und die Nährstoffe des Körpers in parasitischer Weise zu nutzen. Zu diesen fakultativ pathogenen Schimmelpilzen gehören Aspergillus fumigatus und Vertreter der Köpfchenschimmel (Mucorales).


Schimmelpilzmykosen entstehen meist über die Atemorgane und sind immer opportunistischer Natur, d. h., sie setzen eine deutliche Verminderung der Immunabwehr voraus. Hierzu gehört in erster Linie die Immunsuppression nach Organtransplantation und die zytostatische Behandlung von Tumoren. Daneben können auch chronische Lungenerkrankungen, Diabetes und schwere Infektionen die Invasion von Schimmelpilzen begünstigen.
Epidemiologisch wird eine Assoziation zwischen feuchten Wohnungen, Milben und/oder Schimmelpilzen und Atemwegserkrankungen der Bewohner beobachtet. Genaue Aussagen über das Gesundheitsrisko, das von Schimmelpilzen in Innenräumen ausgeht, sind derzeit nicht möglich, da zahlreiche weitere Faktoren ebenfalls meine Rolle spielen: Die individuelle Empfindlichkeit, weitere biologische Verunreinigungen, chemische Schadstoffe, Tabakrauch u. a. Daneben sind Schimmelpilze immer auch ein Indikator für das Vorkommen von Milben und Bakterien sowie generell für ungesundes Raumklima. Das Wachstum von Schimmel in Wohnräumen ist auf alle Fälle unerwünscht und wenn immer möglich zu vermeiden.

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