Verglasungswerte Durch die im Verhältnis zu richtigem Mauerwerk geringe Isolation der Wintergartenhülle, schwankt die Temperatur stetig. Die Schwankung hängt vom g –Wert (Energiegewinn-Koeffizient) und k-Wert oder (neu) U-Wert (Energieverlust-Koeffizient) des Glases ab. (Der k-Wert gibt an, wie viel Wärme (in Watt angegeben), pro Stunde, pro Quadratmeter Wandfläche (oder Glasfläche), durch eine Wand einer bestimmten Dicke hindurchgeht, wenn der Temperaturunterschied zwischen innen und außen ein Grad Celsius beträgt.) Der Energiegewinn des Wintergartens hängt vom g -Wert ab. Er zeigt der prozentuale Anteil der Sonnenenergie, die das Glas durch lässt. Ein grosser g -Wert heisst hoher Energiegewinn und ist vor allem im Winter erwünscht, in heissen Jahreszeiten muss der Hitze jedoch durch Lüftung Abhilfe geschafft werden. Der k-Wert oder U-Wert dagegen steht für den Energieverlust des Wintergartens, das Entweichen der Wärme durch die Aussenhülle. Ein tiefer U-Wert heisst gute Isolation und ein geringer Energieverlust und ist vor allem im Winter erwünscht. Fazit: Der U-Wert sollte möglichst klein, der g-Wert jedoch möglichst gross gewählt werden.
Glaswahl Welches Glas für welchen Wintergarten? Dies ist nach der Konstruktionswahl die wichtigste Frage. Das Glas ist eine wichtige Variable, welche über das „Harmonisieren“ eines Wintergartens mit dem restlichen Haus entscheidet. Wenn das richtige Glas gewählt wird, können langfristige Kosten für die Heizung gespart werden. Es lohnt sich mehr in eine sinnvolle Verglasung zu investieren, die Kosten sind im Vergleich zu den Heizaufwendungen langfristig geringer. Es stellt sich nur die Frage, wie und für was der Wintergarten gebraucht wird. Generell wird das Glas so gewählt, dass durch die Sonneneinstrahlung am Tag tendenziell mehr Wärme in den Wintergarten hineinkommt als entweicht. Dies wird durch spezielle Glastechniken, die diese Funktionen übernehmen, gewährleistet. Die Glastechniken gibt es folgenden Varianten: - Einfachglas - Isolierglas - Wärmeschutzglas (zweifach) mit Luftfüllung - Wärmeschutzglas (zweifach) mit Edelgasfüllung - Wärmeschutzglas (dreifach) mit Edelgasfüllung
Einfachglas Seine schlechten Wärmedämmwerte und dem bei seiner Verwendung dadurch erhöhten Tauwasseranfalls führten dazu, dass Einfachglas im Wintergartenbau in der Gegenwart kaum mehr verwendet wird. Einfachglas wird nur noch für die Weiterverarbeitung zu Isolierglas respektive Funktionsglas benutzt. Dies entsteht durch die Kombination gleicher oder verschiedenartiger Einfachgläser zu einer Isolier- oder anderen Funktionsglaseinheiten.
Wärmeschutzgläser Wärmeschutzgläser können fast überall eingesetzt werden und bieten optimale Isolation bei parallel hoher Wärmegewinnung durch das Sonnenlicht. Der Lichteinlass ist optimal und wird kaum reduziert, auf jeden Fall für das menschliche Auge kaum spürbar. Je luxuriöser eine Wärmeschutzglas Variante ist, desto teuerer und desto Energiesparender ist sie. Eine dreifache Wärmeschutzverglasung mit Edelgasfüllung ist besser wie eine zweifache Wärmeschutzverglasung mit Luftfüllung. Wärmeschutzgläser bestehen grundsätzlich aus Floatglasscheiben entsprechend den statischen Anforderungen und einem zweistufigen, diffusionsdichten Randverbund. Auf der Glasoberfläche im Scheibenzwischenraum ist eine hauchdünne Edelmetallbeschichtung angebracht. Dazu kommt noch eine Füllung des Zwischenraums mit Edelglas (z.B. Argon). Ein optimaler Scheibenabstand unterstützt die Isolation zwischen den Scheiben und trägt zur weiteren Energieverlustverbesserung bei. Vorteile • Umweltschutz: Verringerung des Verbrauchs von Heizenergie • Kombination von hoher Wärmedämmung mit hohem passiven Energie gewinn • Ideale Lichtdurchlässigkeit • Bestens isoliert, Zuglufterscheinungen gehen zurück • Keine Eisblumen am Fenster • Schallschutz • Sicherheit Nachteile: • Gewicht • Preis, stellt sich jedoch als Vorteil heraus, da mit Wärmeschutzglas Heizkosten gespart werden (Siehe „Umweltschutz“)
Dachverglasung Für alle Gläser und für alle damit zusammenhängenden Materialien gibt es Grundregeln, welche aus Garantie-, Stabilitäts- und Sicherheitsgründen beachtet werden sollten. Alleine wegen des großen Gewichts des Glases sind verschiedene Prinzipien zu berücksichtigen. Es beginnt mit den falschen Abmessungen und geht weiter mit den Klotzungsrichtlinien. Letztere bezwecken, dass die Scheiben und der Rahmen an sich an keinem Punkt berühren, und dass eine Glasscheibe nicht für die Stabilität des Grundgerüstes eingesetzt werden darf. Das Grundgerüst oder die Rahmenkonstruktion eines Wintergartens muss so stabil konstruiert werden, dass sie sich selbst, die Scheiben und die sonstigen, meist rechnerisch ermittelten lasten, wie auch Schnee und Eis trägt. Was die eigentliche Verglasung angeht, so darf zwischen den tragenden Rahme, ganz gleich ob aus Holz, Metall, Aluminium oder Kunststoff hergestellt, und dem Glas keine Feuchtigkeit eindringen. Die dadurch entstehenden Schäden werden oft erst nach Jahren entdeckt, eine Behebung ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr realisierbar.
Kunststoff Verglasungen aus Kunststoff eignen sich nur begrenzt für den Wintergartenbau. Der Markt bietet Massivplatten und Stegplatten an, die – je nach Hersteller – zumeist aus Acryl oder Polycarbonat bestehen. Die Kunststoffplatten sind leicht, witterungsbeständig, bruchfest, teilweise einbruchhemmend und einfach zu verarbeiten. Allerdings reagieren Kunststoffplatten recht empfindlich auf UV-Einwirkung und können leicht verkratzen. Einige Werkstoffe „erblinden“ im Laufe der Zeit. Mit Hilfe spezieller Beschichtung versuchen die Hersteller, diese negativen Punkte zu unterbinden. Stegplatten aus Polycarbonat finden im Wintergartenbau zumeist als Dachverglasung Verwendung. Für den Homeworker sind sie besser zu handhaben als beispielsweise Sicherheitsglas. Wer möchte, kann die Platten im Selbstbau auch für Seitenflächen verwenden. Je nach Ausführung besitzen Kunststoff-Platten eine ähnliche Wärmedämmfähigkeit wie Isolierglas. Stegvierfachplatten erreichen U-Werte von 1.7, Stegsechsfachplatten sogar von 1.2. Die Platten sind allerdings nicht dampfdicht und müssen daher mit ausreichendem Gefälle verlegt werden, damit das Kondenswasser aus den Hohlräumen ablaufen kann. Die erforderliche Belüftung erfolgt an den unteren Stirnseiten. Größte Nachteile: Dichtungsverträglichkeit, erhöhte Wärmedehnung und die Geräuschentwicklung bei Regen muss immer geprüft werden. Fazit: Für Wohnwintergärten nicht empfehlenswert!
Besser ersetzen Acryldächer können mit der Zeit spröde werden. Je nach Ihren Ansprüchen können Sie versuchen es stellenweise zu reparieren. Zu empfehlen ist es jedenfalls nicht. Wir raten Ihnen lieber die Arbeit auf sich zu nehmen und die Platte zu ersetzen. "Begehbare Gläser" In der Regel wird heute im Überkopfbereich bei 4-seitiger Glasauflage mindestens ein 8 mm VSG Glas mit 0,76 mm PVB Folie eingesetzt. Zugelassene begehbare Scheiben ohne Rutschhemmung haben eine Scheibendicke von 25 bis 67 mm (je nach Glasfeldgröße). Für die Rutschhemmung erhöht sich die Dicke um etwa 2 mm. Sonnenschutzglas oder Folien Wir raten Ihnen von einer metallbeschichteten Sonnenschutzfolien dringend ab. Folgende Gründe sprechen aus meiner Erfahrung dagegen: Die Scheibe MUSS ausgebaut und die Folie nach peinlichster Reinigung auf die Wetterseite aufgebracht werden. Und zwar absolut blasenfrei, was eigentlich nur Fachbetrieben gelingt. Dabei sind die Folienbreiten auf die Scheibenbreiten anzupassen (stückeln, Verschnitt..) Durch Reinigung und Bewitterung wird die Folie stark beansprucht und es sollte nicht das günstigste Produkt gewählt werden (65...85 €/m²). Bei Ende der Lebensdauer (die Praxis zeigt 2-5 Jahre) ist die Scheibe unbrauchbar. Oder die Folienreste müssen mechanisch (Ceranfeldschaber....) entfernt werden. Auch hierzu muß die Scheibe wieder raus. Meine Empfehlung ist der Einsatz eines Sonnenschutzglases, bzw. noch besser eine Außenbeschattung für die entsprechenden Glasflächen. Ein Sonnenschutzglas kostet ab 85...90 €/m². Folie auf Fenster Wir raten Ihnen von den von Ihnen beschriebenen metallbeschichteten Sonnenschutzfolien dringend ab. Folgende Gründe sprechen aus meiner Erfahrung dagegen: Die Scheibe MUSS ausgebaut und die Folie nach peinlichster Reinigung auf die Wetterseite aufgebracht werden. Und zwar absolut blasenfrei, was eigentlich nur Fachbetrieben gelingt. Dabei sind die Folienbreiten auf die Scheibenbreiten anzupassen (stückeln, Verschnitt..) Durch Reinigung und Bewitterung wird die Folie stark beansprucht und es sollte nicht das günstigste Produkt gewählt werden (65...85 €/m²). Bei Ende der Lebensdauer (die Praxis zeigt 2-5 Jahre) ist die Scheibe unbrauchbar. Oder die Folienreste müssen mechanisch (Ceranfeldschaber....) entfernt werden. Auch hierzu muß die Scheibe wieder raus. Meine Empfehlung ist der Einsatz eines Sonnenschutzglases, bzw. noch besser eine Außenbeschattung für die entsprechenden Glasflächen. Ein Sonnenschutzglas kostet ab 85...90 €/m². Gläser K-Wert Der Austausch kostet, die neuen Gläser kosten. Gläser mit KW Wert 1 oder drunter sind entsprechend teuer. Ich glaube ein Austausch würde sich nicht lohnen. Dies hängt aber von der Fläche ab und der Klimabedingungen. Lassen Sie sich vor Ort unverbindlich beraten und verlangen ein Angebot. Dann können Sie besser entscheiden.
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